U13

TuS Holzkirchen – TSV Grünwald

1:4 (1:1)

 

Der TuS Holzkirchen empfing am 6. Spieltag den Tabellenführer aus Grünwald. Die Grünwalder glänzten bis dato mit einer makellosen Bilanz. Jedes der fünf vorherigen Spiele konnten sie gewinnen, kassierten nur zwei Tore. Holzkirchen konnte in Peiting wieder zur Erfolgsspur zurückfinden und wollte den Schwung mit in das Spitzenspiel nehmen.

Die Anfangsphase der Partie war von vielen Fehlern im Spielaufbau bestimmt. Grünwald hatte gleich mehrere Hundertprozentige, als sie frei vor dem Tor zum Abschluss kamen. Doch die Offensivspieler zeigten Nerven und scheiterten. Holzkirchen kam nach Ballgewinn durch Nick Feldbrach, der sofort auf Max Holzinger durchsteckte, auch mal gefährlich vor das Tor. Der Abschluss konnte jedoch pariert werden. Grünwald war weiterhin die spielbestimmende Mannschaft. Nach einer Ecke durch den TuS erlangte der Spitzenreiter den Ball und suchte sofort den Stürmer. Dieser marschierte der hoch aufgerückten Verteidigung davon und schob durch die Beine des Keepers zum 1:0 ein(15.). Doch die Freude währte nur kurz. Ähnliche Szene wie bei der ausgelassenen Chance in den Anfangsminuten. Nick eroberte den Ball und steckte durch zu Max. Dieser nahm den Ball diesmal direkt und belohnte sich mit dem Ausgleichstreffer(20.). Und eine Minute später fast die Führung! Freistoß durch Milan Kodaj 20 Meter vor dem Tor aus zentraler Position. Den Ball konnte der Torwart zwar aus dem Winkel fischen, aber nicht festhalten. Nick roch den Braten und staubte ab. Aber der Torwart konnte sich ein zweites Mal auszeichnen und parierte den Schuss aus kürzester Distanz. Vor der Halbzeit hatte noch Grünwald die Chance, um erneut in Führung zu gehen. Ein leichtsinniger Querpass wurde direkt vor dem Tor abgefangen. Doch auch der Schuss verfehlte das Ziel. Danach ein Aufreger auf der anderen Seite. Leon Haller sah Nick einlaufen und spielte den Ball in die Tiefe. Nick sah den Torwart herausstürmen und spitzelte den Ball an ihm vorbei und wurde prompt abgeräumt. Manche Schiedsrichter geben dafür auch die Rote Karte. Dieser nicht. Der anschließende Freistoß segelte weit über das Tor. Halbzeit.

 

Im zweiten Durchgang änderte sich nicht viel. Holzkirchen hatte nun zwar mehr Spielanteile, konnte aber in der gegnerischen Hälfte zu selten in Ballbesitz bleiben, weil die Fehlpassquote schlicht zu hoch war. Grünwald war bei Kontern brandgefährlich und hatte erneut mehrere Hochprozentige zu verzeichnen. Die Haidroadkicker spielten mit ihrem Glück – und wurden nicht enttäuscht. Vorerst. Das Spiel verlagerte sich zunehmend in die Hälfte der Hausherren, die sich mit zunehmender Spielzeit immer weiter reindrücken ließen. Als Torwart Matthias Jacobi vom gegnerischen Stürmer stark unter Druck gesetzt wurde, spielte er dem Gegner den Ball direkt vor die Füße. Zunächst konnte er seinen Fehler wieder wett machen, als er mit einer starken Parade den Ball nach vorne abwehrte. Doch ein Grünwalder nahm den Abpraller volley und vollstreckte zur erneuten Führung(54.). Danach folgte der sofortige Einbruch. Mit der nächsten Aktion kam Grünwald gefährlich vor das Tor. Doch der Stürmer legte sich den Ball zu weit vor. Anstelle von Abstoß entschied der Unparteiische auf Eckball. Sehr zum Unmut der Gastgeber, die sich nicht voll und ganz auf das Verteidigen konzentrierten. Grünwald nutzte das aus und erhöhte auf 1:3(56.). Und als wäre das nicht Strafe genug, konnte Grünwald erneut von einem Fehler der Haidroadkicker Profit schlagen und auf 1:4 Endstand erhöhen(60.).

 

Zusammenfassend darf man von einer gerechten Niederlage sprechen. Grünwald war über weite Strecken die stärkere Mannschaft. Sie ließen wenige Chancen zu und kamen selbst zu sehr vielen einfachen Abschlüssen. Wenn sie die Geschenke der Haidroadkicker schon früher angenommen hätten, wäre das Spiel schon früher entschieden worden. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass mit der vermeintlichen Notbremse des Gästekeepers und der eigentlich daraus resultierenden roten Karte der Spielverlauf komplett anders aussehen hätte können. So oder so hielt der TuS lange dagegen, die zwar bemüht waren, Paroli zu bieten, aber zu selten für Entlastung sorgen konnten. Die Defensivarbeit nagte an den Kräften und der Konzentration. Die Bälle in die Spitze waren zu unpräzise, die Angriffe zu ideen- und die Dribblings kopflos. Offensiv läuft es momentan einfach nicht. Die Leichtigkeit und Coolness der vergangenen Saison scheint vorerst verflogen.