Der TuS Holzkirchen hat das gestrige Nachholspiel beim SV Kirchanschöring mit 2:1 (1:0) gewonnen. Die fast 500 Zuschauer sahen ein Spiel, in dem sich beide Teams schwer taten Chancen zu kreieren. Erst das glückliche Händchen von Gediminas Sugzda entschied kurz vor dem Schlusspfiff die Partie.
Dieses glückliche Händchen heißt mit vollem Namen Stefan Lechner und hat am Mittwochabend sein zweites Saisontor erzielt – gleichbedeutend mit den drei Punkten für den TuS Holzkirchen.
Von Anfang an taten sich beide Teams schwer die gegnerischen Abwehrreihen zu durchbrechen. Der TuS schien über weite Strecken der Partie in der Defensive gefestigt: Ein Teilerfolg nach den vielen Gegentoren in den letzten Spielen. Bezeichnend für die erste Halbzeit war, dass der einzige Treffer durch eine Standardsituation fiel. Benedict Gulielmo legte sich nach fünf Minuten den Ball für einen Freistoß aus 20 Metern hin und versenkte die Kugel platziert im Torwarteck. Sebastian Pummer hatte jenen ruhenden Ball zuvor geschickt herausgeholt und fungierte später als Sichtschutz für den Kirchanschöringer Torhüter. Es war bereits das vierte Saisontor für den Holzkirchner Mittelfeldstrategen im sechsten Saisoneinsatz.
Die einzige weitere Großchance beider Teams in Hälfte eins vergab Julian Allgeier freistehend im gegnerischen Strafraum. Er nahm das Zuspiel von Sebastian Hahn per Halbvolley und hämmerte die Kugel an die Latte. Die Gastgeber kamen in der kompletten ersten Hälfte nur zu zwei Halbchancen durch Maximilian Sturm per Kopfball und Tobias Schild per Distanzschuss.
In den zweiten 45 Minuten verloren die Gäste etwas die Kontrolle über das Spiel. „Wir haben vielleicht ein bisschen zu viel zugelassen“, urteilte Gediminas Sugzda über die zweite Halbzeit. Die erste Nachlässigkeit passierte Innenverteidiger Maximilian Schulz, der im Sprintduell etwas zu spät kam und im Sechszehner zum Foulspiel ansetzte. Das Publikum forderte, nicht zu unrecht, die rote Karte, aber wie es Coach Sugzda nach der Partie salopp formulierte: „Der Schiri hat gelb gegeben und gut ist´s“. Etwas glücklich für den TuS Holzkirchen, aber auch Kirchanschöring hatte Grund zur Freude: Yunus Karayün vollendete aus elf Metern unhaltbar ins rechte obere Eck zum Ausgleich. Es begann eine kurze Phase mit „Hurra-Fußball“. Erst schoss Josef Sontheim nach einer Einzelaktion knapp rechts über das Tor, dann scheiterte SVK-Spieler Maximilian Vogl freistehend vor Zeisel an dessen Fuß. Diese kurze Phase von Aufregung war aber wieder gefolgt von einem Spiel, in dem sich beide Teams neutralisierten. Erst in der 86.Spielminute kam Joker Stefan Lechner nach einem Abwehrfehler an der Strafraumgrenze an den Ball und vollendete mit einem angeschnittenen Schuss ins rechte untere Eck zum 2:1-Endstand. Der Stürmer kam in der Halbzeit für den bemühten, aber glücklosen Burhan Bahadir in die Partie.
„Die Gefühlslage ist sehr gut. Wir haben bitter nötig einen Erfolg gebraucht. Wir haben an uns geglaubt und das ist wichtig“, sagt Sugzda nach dem Spiel. „Wir freuen uns sehr über die drei Punkte und hoffen, dass wir uns gut regenerieren können und auch in Neumarkt ein gutes Spiel abliefern können.“
Das Spiel in Neumarkt ist bereits am kommenden Samstag und beendet vorerst die englischen Wochen für den TuS Holzkirchen.
Nach dem Erfolg in Kirchanschöring ist der TuS Holzkirchen auf den fünften Tabellenplatz vorgerückt. Wie eng die Tabelle zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch ist zeigt der Punkteabstand auf den ersten Abstiegs-Relegationsplatz, denn dieser beträgt nur vier Zähler.

 

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