Ingolstadt – bei den Süddeutschen Einzelmeisterschaften belegt Johanna Müller den fünften Platz bei den unter 18 jährigen in der Gewichtsklasse unter 52 kg.

Johanna Müller (2. von rechts) verpasst mit 5. Platz knapp die Deutsche Meisterschaft

Bis auf die Süddeutsche Meisterschaft konnte sich Johanna Müller problemlos durchkämpfen: Die Titel Oberbayrische und Südbayrische Meisterin, sowie Vize-Bayrische Meisterin ließen auch auf ein gutes Abschneiden auf den Süddeutschen Meisterschaften in Ingolstadt hoffen.

Hier begann der Tag verheißungsvoll: In ihrem ersten Kampf konnte Müller ihr Gegnerin Odine Giegerich vom BC Greffern mit einer Eindrehtechnik werfen und anschließend festhalten. In ihrer zweiten Begegnung traf sie auf die unangenehm kämpfende Anika Böhm aus Heubach. Schon im Rückstand liegend konnte Müller sie kurz vor Kampfende mit einer Würgetechnik zur Aufgabe zwingen. Nun traf Müller auf die Würtembergische Meisterin Helena Grau vom Bundesligisten TSG Backnang. Keine der beiden Kontrahentinnen konnte während den ersten 3 Minuten einen Vorteil für sich erarbeiten. Dann gelang es aber Grau durch eine unorthodoxe Beintechnik Müller zum vollen Punkt zu werfen. Damit stand Müller im kleinen Finale um Platz 3 und gleichzeitig um die Qualifikation auf die deutsche Meisterschaft gegen  die Esslingerin Antonia Jursch. Hier sah man einen sehr ausgeglichenen, taktisch geprägten Kampf, bei denen beide Kämpferinnen keine Techniken zuließen. Das Resultat waren jeweils zwei Strafen auf der Anzeigetafel. Auch wenn die dritte Strafe die Disqualifikation nach sich führt, blieben beide Kämpferinnen zu passiv, wobei das Kampfgericht in einer strittigen Entscheidung die dritte Strafe zuerst Müller gab, die damit knapp Edelmetall verpasst und damit auch nicht auf die Deutsche Meisterschaft fahren darf. Trainer Fabian Zabka: „Es war sehr knapp, aber die Entscheidungen vom Kampfgericht muss man als fairer Sportler anerkennen. Johanna hat in ihrem dritten Kampf viel Kraft gebraucht, die ihr im kleinen Finale gefehlt hat.“