Am Freitag Nachmittag den 04.05.2017 machten sich 23 Kinder und ihre drei Betreuer auf den Weg nach Inzell zu einem gemeinsamen Sport-und-Spaß-Wochenende.
Bereits noch am Abend wurden die Judomatten aufgebaut, damit am nächsten Tag das Training starten konnte. Der Abend wurde dann aber mit Ballspielen verbracht.
Im Gegensatz zu den Trainern, dachten die Kinder nicht so schnell ans Schlafengehen und auch an Ausschlafen am Samstag war nicht zu denken. Bereits um 6 Uhr früh waren die Ersten wach und weckten ihre Trainer. Da das Frühstück noch etwas auf sich warten ließ, nahmen die drei Erwachsenen die Gelegenheit wahr und gingen mit den Kindern eine kleine Runde Joggen mit anschließender Dehneinheit vor der Bergkulisse. Am Frühstückstisch war bei manchen Kindern der Hunger dann so groß, dass von den kleinen hungrigen Mägen bis zu drei Semmeln verdrückt wurden. Wer jedoch gedacht hatte, dass nach dem Frühstück Sportpause ist, lag falsch. Los geht´s auf die Judomatte zum gemeinsamen Training. Nach einem knackigen Aufwärmen, hatte das Betreuerteam eine besondere Idee: Werfen mit verbunden Augen, um die anderen Sinne beim Judo zu schärfen. Erstaunlich war, dass die Würfe oftmals deutlich besser und sauberer ausgeführt wurden, als mit offenen Augen! Nach guten zwei Stunden Judo hatten die Kleinen etwas Zeit zum Erholen und es ging wieder zum Mittagessen. Anschließend schnupperte die Gruppe in den Klettersport hinein. Nach einer kurzen Einweisung in den Sport und die Technik, erklommen die starken Judokids nacheinander die Wand. Der Respekt vor der Höhe war bei vielen zu spüren und doch meisterten es alle super. Einige wollten gar nicht mehr aufhören, während andere dann doch lieber wieder auf den Boden zurück kehrten und sich die Zeit mit etwas Fußball spielen vertrieben. Nach dem Klettern, gab es dann Zeit zur freien Verfügung, bevor das nächste Judotraining auf dem Plan stand. Doch die unermüdlichen Kleinen dachten gar nicht ans Ausruhen und Erholen, sondern spielten unermüdlich weiter und liefen, was die Beine hergaben. Auf der Judomatte merkte man dann doch langsam die Müdigkeit – auch wenn alle behaupteten, sie seien noch fit! Auf dem Programm stand eine Bodeneinheit, die mit viel Rollen und Kullern eingeleitet wurde. Nach einigen Übungen und Randori gab es dann noch eine ausgiebig Dehn- und Entspannungseinheit, bei der die Kinder erstaunlich ruhig waren und super mitgemacht haben. Da doch viel Sport gemacht worden ist, ging es dann unter die Dusche und zum gemeinsamen Abendessen. Doch das mussten sich die Judokas diesmal selber zubereiten: es gab Pizza, die draußen in einem Pizzaofen gebacken wurde. Den Teig ausrollen und belegen mussten die Judoka aber selber. So hatte jeder das auf seiner Pizza, was das Herz begehrte. Wer jedoch dachte, dass die Knochen und Muskeln erschöpft waren, hat sich geirrt. Ein Ball, eine Wiese und ab gings wieder mit Laufen und Spielen. Nur unterbrochen wurden die Kids, da das gemeinsame Aufräumen der Biertische und Pizzautensilien noch anstand, was zwar widerwillig aber doch gemeinsam und schnell erledigt wurde. Danach ging es noch los zu einer kleinen Nachtwanderung, ganz ohne Licht durch einen Wald. Eigentlich sollte man etwas in die Natur lauschen und die Umgebung mit allen Sinnen wahrnehmen, nur nicht mit den Augen. Da an Stille jedoch nicht zu denken war, war es eher ein gemütlicher Abendsparziergang durch die Dunkelheit. Anschließend, die Zeit war schon weit fortgeschritten, ging es ins Bett. Bis alle eingeschlafen waren, dauerte es doch noch. Am nächsten Morgen waren es dann die Trainer, die ihre Schützlinge aus den Federn schmissen. Nicht aber zum Frühsport, sondern zum Koffer packen und Frühstücken, bevor die letzte Judoeinheit und das gemeinsame Abbauen anstand.
Während des ganzen Wochenende achteten die Trainer darauf, dass alle ihre Schuhe, Kleidung und sonstige Utensilien immer wieder bekamen. Doch wenn etwas liegen blieb und die Betreuer es nachtragen mussten, bekamen die Kinder es nicht ohne Weiteres zurück. Es musste eine kleine Abgabe an Süßigkeiten geleistet werden. Die liegengebliebenen Sachen wurden immer weniger.
Und so schnell die Zeit verging, bis sich der Trupp aufgemacht hat nach Inzell zu fahren, so schnell war das Wochenende auch wieder rum und die inzwischen doch etwas müden Nachwuchskämpfer wurden abgeholt und wieder nach Holzkirchen chauffiert. Auch hier wieder ein herzliches Dank an die große Fahrbereitschaft der Eltern! Aber nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen schauen auf ein gelungenes Wochenende zurück, das im nächsten Jahr so oder so in der Art nach Wiederholung schreit.