Der „Vienna Dance Concourse“ ist ein alljährliches Highlight im WDSF‐Tanzkalender, dieses Jahr zum vierundzwanzigsten Mal. Vom siebten bis zum zehnten April war der wunderschöne Festsaal des Wiener Rathauses Austragungsort für die Wettbewerbe in allen Klassen der Senioren Standard Disziplin. Edbauers packten Wetzels und Reithmaiers in ihren Bus und ab ging es Richtung Osten.

Der Samstag hielt die erste Bewährungsprobe für Hannes und Sabine bereit: WDSF‐Standard der Altersgruppe ab 40/45 mit 101 Paaren aus aller Herren Länder. Man sah zahlreiche „Big Boys“ aus Italien, Russland und Deutschland. Zusammen mit weiteren 11 Paaren je Runde tanzten sich die Holzkirchner erfolgreich durch die Vorrunde. Die zweite Runde allerdings hatte es dann schon in sich: die schlagbare Konkurrenz war eliminiert und die „Sternchenträger“ – also die Superstars – kamen dazu. Hannes und Sabine tanzten sich die Seele aus dem Leib; alles klappte hervorragend – und trotzdem reichte es um ganze 2 Marks nicht mehr für die dritte Runde. Fortuna hat halt bei der Auslosung der Runden ganz stark ihre Hand im Spiel und somit wurde es ein hervorragender 52. Platz.

Am Sonntag war dann gleich in der Früh die Altersgruppe ab 50/55 dran, in der Sergej und Anna ihr Glück versuchten. Auch in diesem Feld der 76 Paare war vertreten, was in Europa Rang und Namen hat. Unser Paar gab alles, tanzte ausdrucksstark und musikalisch, setzte sich auch in Bedrängnis gut durch – und schaffte leider trotzdem nicht den Sprung in die nächste Runde. Mit Platz 58 waren sie nicht gerade glücklich, angesichts Verletzungen und Trainingsrückstands aber letztlich zufrieden. Danach kam nochmals die Altersgruppe ab 40/45 mit Hannes und Sabine an die Reihe. Das Starterfeld war mit 80 Paaren etwas kleiner als am Vortag, was die gefährliche Konsequenz hat, dass die zweite Runde nur noch mit 48 Paaren ausgetragen wird. Aber wie schon am Tag zuvor packten die beiden  ihr bestes Tanzen aus und qualifizierten sich souverän für diese Runde. Hier allerdings hatten sie dann besonderes „Glück“ mit der Auslosung: zahlreiche Spitzenpaare tanzten ihnen um die Ohren. Sabine meinte: „Ich glaub, wir waren im falschen Film …“. Im Endergebnis war es Platz 45. Als „Underdog“ unter den Besten der Welt so weit nach vorn zu kommen war aller Ehren wert.

Montag war Heimreisetag, der zunächst mit einem Besuch von Schloss Schönbrunn unter strahlend blauem Himmel zelebriert wurde. Nach der Wanderung durch die beeindruckenden kaiserlichen Gemächer stieg man zur Gloriette empor, wo mit durchaus energischer Stimme im Gastgarten des Gloriette‐Cafés ein „Quick‐Quick‐Slow“ zu Ehren unserer Tänzer erklang. Perfekter Ausklang eines bemerkenswerten Wochenendes.

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